3 Stunden ÖBB

Wieder Mal geht’s mit der ÖBB auf nach Kärnten, voll bepackt mit kleinen Geschenken, Süßigkeiten und einer Rotwein Flasche, die schon beim einsteigen auf den Boden zu fallen drohte. Dies wurde vom Gentleman hinter mir mit Adler Augen beobachtet, welcher darauf schroff anmerkte, dass man ja nicht so viel mitnehmen müsste. Nein, müsste man eh nicht. Hat er recht. Will man aber, wenn man wie meine Mutter den schon fast krampfhaften Drang hat, alle und jeden zu beschenken den man länger als ein paar Monate nicht gesehen hat.

Drei Stunden im Zug sind wie acht Stunden im normalen Leben. Nach circa einer Stunde schläft mein Hinterteil ein. So muss es sich anfühlen, wenn man tot ist, aber halt am ganzen Körper. Schon jetzt fange ich an absurde, und ich wage es zu sagen, dumme Gedanken zu stricken. Ich sitze in einem Viersitzer mit einer Mutter und ihren zwei Kindern. Die Kinder, beide mit Tablet ausgestattet, schweigen eine Stunde während ihre Mutter aus dem Fenster schaut. Dann erinnert sie ihr Sohn daran, dass sie versprochen hätte, mit ihm ein Spiel am Tablet zu spielen. “Nicht jetzt, jetzt kommen erst die richtig wichtigen Berge.” Diese Ausrede wird akzeptiert und Mutter und ich schmunzeln uns kurz an.

Da ich keinen Fensterplatz ergattern konnte, entschließe ich den wohl langweiligsten Blog Beitrag der Welt zu schreiben.

Published by Sophia

Halb Schottin, halb Österreicherin. Die erste Hälfte der Zwanziger überlebt. In Besitz eines fragwürdigen Musikgeschmacks.

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